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Laß das Trauern
Laß, mein Herz, das bange
Trauern
um vergangnes Erdenglück,
ach, von diesen Felsenmauern
schweifet nur umsonst der Blick.
Sind denn alle fortgegangen:
Jugend, Sang und Frühlingsluft?
Lassen scheidend nur Verlangen
einsam mir in meiner Brust?
Vöglein hoch in Lüften
reisen,
Schiffe fahren auf der See;
ihre Segel, ihre weisen
mehren nur des Herzens Weh.
Ist vorbei das bunte Ziehen,
lustig über Berg und Kluft,
wenn die Bilder wechselnd fliehen,
Waldhorn immer weiter ruft?
Soll die Lieb auf sonngen
Matten
nicht mehr baun ihr prächtig Zelt,
übergolden Wald und Schatten
und die weite, schöne Welt? -
Laß das Bangen, laß
das Trauern,
helle wieder nur den Blick!
fern von dieser Felsen Mauern
blüht dir noch gar manches Glück!
(Trauergedicht von Joseph Freiherr von Eichendorff, 1788 bis 1857)
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