Jahreswechsel / Neujahr

Gedichte zum Jahreswechsel und zum Neujahr

 

Gedanken zur Jahreswende

Ein weiteres Jahr hat angefangen,
mit neuer Hoffnung, leichtem Bangen,
denn unangenehme Termine, das ist wahr,
verschob man gern ins neue Jahr.

Nun ist es da,
das neue Jahr,
jetzt müssen wir in vielen Fällen,
uns dieser Termine ja wohl stellen.

Auch Besuche, die man gern vertagte,
doch das schlechte Gewissen einem plagte,
die müssen nun erledigt werden,
denn Miteinander heißt's auf Erden.

Die Gelassenheit, die man sich schwor,
kommt auch ganz schleichend nur hervor.
Die alte Gewohnheit macht sich breit,
doch die zu ändern, ist's nun Zeit.

Das Essen sollte haben kaum noch Gewicht,
auch Alkohol trinken, das wollte man nicht.
Es war ja so leicht, das ist nicht übertrieben,
die Entsagungen ins neue Jahr zu verschieben.

Essen und Trinken, nein danke, das reicht,
mir fällt das im neuen Jahr bestimmt ganz leicht.
Ich werde wohl die alle echauffieren,
die es wagen mich zum Essen und Trinken zu animieren.

Bei allen Genüssen werde ich tapfer entsagen,
auch wenn das an mir wird schrecklich nagen.
Ich will doch nicht so dick wie Frau "Soundso" werden,
oder wohlmöglich an Messer und Gabel sterben.

In der nächsten Woche, die dann fängt an,
gehe ich an ein ganz neues Leben ran.
Doch wichtig ist, und das ist klar,
vorerst bleibt alles so wie es war.

Es stimmt uns versöhnlich, sind mit uns ganz reine,
dass man diese Kompromisse stellte auf die Beine.
Mit Beruhigung man dann sagen kann,
Entsagung ist demnächst erst dran.

Heut' genieß ich noch mal Kaviar, Sekt und Bier,
denn das alles wird demnächst entzogen mir.
Was man davon hat, wird man dann ja sehen,
geht's mit mir bergab oder wird's vorwärts gehen?

So oder ähnlich sieht's bei vielen wohl aus,
und was lernen wir daraus ?
Dass wir Menschen viel mehr menscheln müssen,
dass Menschen auch schwach sind, das sollten wir wissen.


Meine Gedanken in der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2009!

(Eingesendet von Bärbel Schwermer)

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